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04.10.2011
GO-Bio

Auf dem Weg zum Impfstoff gegen chronische Infektionserreger

GO-Bio Runde 4
Prof. Dr. Markus Gerhard
Institut für Medizinische Mikrobiologie, Technische Universität München | ImevaX GmbH

Impfung Spritze
Copyright: 
Josef Muellek - fotolia

Zuwendungsempfänger: Technische Universität München
Förderung: GO-Bio Phase I (01.08.2011 bis 31.08.2014, 3.905.915 Euro)

Zuwendungsempfänger: ImevaX GmbH
Förderung: GO-Bio Phase II (01.09.2014 bis 30.06.2018, 5.951.008 Euro)

Projektbeschreibung

Erreger von Infektionskrankheiten haben raffinierte Strategien entwickelt, um die Körperabwehr zu überlisten. So sind einige Keime in der Lage, das Immunsystem des Wirts mit bestimmten Faktoren gezielt zu dämpfen. Impfstoffe, die diesen Mechanismus unterbinden und damit das Immunsystem reaktivieren, könnten die Prophylaxe oder Behandlung derartiger Infektionen effektiver machen.

In einer ersten GO-Bio-Förderperiode hat das Team um Markus Gerhard einen solchen Impfstoff gegen Helicobacter pylori entwickelt. Rund die Hälfte der Menschheit trägt diese Bakterien in sich, bei Millionen Menschen verur­sachen sie Magengeschwüre oder sogar Magenkrebs. Der Impfstoffkandidat IMX101 hilft dabei, den immundämpfenden Erreger-Mechanismus aufzuheben und befähigt die Körperabwehr zu einer effektiven Immunantwort. Das Prinzip ist nicht auf Helicobacter beschränkt. Markus Gerhard und sein Team haben im Projekt „Imevax“ schon weitere immunmodulierende Faktoren anderer Keime identifizieren können. Dazu haben sie eine eigene Screening-Plattform entwickelt.

Im Rahmen der ersten GO-Bio-Phase haben die Münchener Forscher bereits wichtige Fortschritte für ihren Impfstoff gegen Helicobacter erzielt. So konnte die Wirksamkeit der IMX101-Vakzine im Mausmodell demonstriert und das Herstellverfahren der Impfstoffkomponenten etabliert werden. In der zweiten Phase von GO-Bio ist geplant, die präklinische Entwicklung abzuschließen und den Impfstoff durch die klinische Studienphase I zu führen. Zudem hat sich das Imevax-Team vorgenommen, mit der Technologie nun auch den gefürchteten Krankenhauskeim Staphylococcus aureus ins Visier zu nehmen.

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