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07.10.2014
GO-Bio

Cellulose-Ketten effizienter knacken mit Multi-Enzymkomplex

GO-Bio Runde 6
Dr. Wolfgang Schwarz
Technische Universität München

cellulose Holz Späne
Copyright: 
kartos - Fotolia

Zuwendungsempfänger: Technische Universität München
Förderung: GO-Bio Phase I (01.06.2014 bis 31.10.2016, 2.595.869 Euro)

Projektbeschreibung

Pflanzliche Biomasse besteht zu einem großen Teil aus Cellulose, einem langkettigen Zuckermolekül, das in der Zellwand steckt. Potenziell ist Cellulose ein wertvoller Rohstoff für eine biobasierte Wirtschaft. Bislang wird sie allerdings als Zuckerquelle für die Biotechnologie kaum genutzt. Grund: Bisher ist es immer noch zu aufwendig, die Zuckerketten in ihre Bausteine zu zerlegen.

Das Team um Wolfgang Schwarz hat eine Technologie namens FasCiPlex entwickelt, mit der sich Cellulose effizienter in Industriezucker spalten lässt. Die innovative Entwicklung bildet synthetisch einen bakteriellen Enzymkomplex nach, der das Cellulosemolekül besonders gründlich zerhäckseln kann. So will das Team um Schwarz die Effizienz der Zuckergewinnung auf mehr als das Dreifache im Vergleich zu Konkurrenzprodukten auf dem Markt steigern.

Im Rahmen der ersten Phase von GO-Bio soll die FasCiPlex-Technologie vom Prototyp zum Produkt weiterentwickelt werden sowie die industrielle Produktion des Multi-Enzymkomplexes ausgearbeitet werden. Hierbei soll er zudem für das Biomasse-Substrat von Industriekunden maßgeschneidert werden. Zunächst ist geplant, den FasCiPlex-Prototyp mit einem Pilotkunden zur Anwendungsreife zu bringen und Grundlagen für eine Herstellung im industriellen Maßstab zu legen. Die aus der Spaltung von Cellulose gewonnenen Zuckerbausteine sind sowohl für die energetische (Biokraftstoffe) als auch für die stoffliche Nutzung (Basischemikalien, Lösungsmittel) geeignet.

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