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04.10.2009
GO-Bio

Genetische Impfstoffe: Neue Plattformtechnologie für bessere Wirksamkeit

GO-Bio Runde 3
Dr. Florian Kreppel
Abteilung Gentherapie, Universität Ulm

Genforscherin
Copyright: 
Sergej Khackimullin - fotolia

Zuwendungsempfänger: Universität Ulm
Förderung: GO-Bio Phase I (01.04.2010 bis 28.02.2015, 1.532.004 Euro)

Projektbeschreibung

Ein neuer Ansatz zur Eindämmung von schwerwiegenden Krankheiten wie AIDS, Malaria oder Hepatitis C liegt in der präventiven Behandlung durch genetische Impfungen. Hierbei soll das Immunsystem den Kampf gegen den Erreger dadurch lernen, dass lediglich Teile der Erreger-Erbsubstanz statt eines abgeschwächten Erregers verabreicht werden. Dabei kommen spezielle Genfähren zum Einsatz, die das Erbgut in den Körper transportieren. Bislang allerdings befindet sich dieser Impfansatz noch in der Forschung. Ein Problem liegt darin, dass die Impfstoffkandidaten nicht in der Lage sind, die Abwehrzellen des Körpers genau genug anzusprechen und eine entsprechend starke Immunantwort anzukurbeln. Genau hier soll die DENOVO-Technologie ansetzen, die vom Team um Florian Kreppel entwickelt wurde.

DENOVO („Development of a novel genetic vaccine platform“) ist eine Plattformtechnologie, mit der sich die bei genetischen Impfungen benötigten Transportvehikel für das Erreger-Erbgut gezielt verbessern lassen. Die Forscher wollen dabei die Mikro-Shuttles mit einer speziellen chemischen Oberflächenstruktur versehen, sodass sie von speziellen Abwehrzellen wie zum Beispiel Fresszellen, als fremd erkannt und bekämpft werden. Wesentliche Bestandteile der Technologie, die für verschiedene Genfähren-Modelle einsetzbar ist, sind bereits patentiert und haben ihre Machbarkeit im Tiermodell demonstriert. Im Rahmen von GO-Bio wollen die Forschenden die Technologie für den Markt weiterentwickeln und eine Firma gründen. Geschäftsmodell ist neben Lizenzvergaben für die Technologie-Plattform langfristig auch die präklinische Entwicklung von eigenen Produktkandidaten.

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