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04.10.2007
GO-Bio

Entwicklung einer neuen Medikamentenklasse zum Schutz vor Organschäden bei Herzinsuffizienz und Diabetes

GO-Bio Runde 2
Dr. Heiko Funke-Kaiser
Center for Cardiovascular Research (CCR), Institut für Pharmakologie, Charité-Universitätsmedizin, Berlin

Mensch Zellen
Copyright: 
Elena Pankova - fotolia

Zuwendungsempfänger: Charité - Universitätsmedizin Berlin
Förderung: GO-Bio Phase I (01.01.2008 bis 31.12.2011, 2.388.362 Euro)

Projektbeschreibung

Bluthochdruck ist neben Diabetes mellitus ein entscheidender Risikofaktor und Auslöser für Gefäßerkrankungen sowie Nieren- und Herzschwäche, die zum Versagen der Organfunktion führen können. Bisherige Behandlungsstrategien, die insbesondere auf blutdrucksenkenden Mitteln beruhen, können das Organversagen allerdings nur verlangsamen, nicht gänzlich verhindern. Funke-Kaiser und sein Team haben nun in Zellen einen speziellen Signalweg identifiziert, dessen Aktivierung bei Diabetes und bluthochdruckbedingtem Herz- und Nierenversagen offenbar eine entscheidende Rolle spielt: Der sogenannte Renin-/Prorenin-Rezeptor-Signalweg. Es gelang ihnen bereits, einzelne Komponenten, Funktionsweise und Bindungspartner dieses Signalweges zu entschlüsseln. Aus Sicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler könnte die gezielte Hemmung einzelner Bestandteile dieses RER-Signalweges eine Möglichkeit sein, Organschäden im Zusammenhang mit diesen Krankheiten zu verhindern.

Im Rahmen des GO-Bio-Projektes will das Team um Funke-Kaiser in einem ersten Schritt ein Testverfahren etablieren, mit dem es die Aktivität des RER-Signalwegs in Reaktion auf verschiedene Substanzen untersuchen kann. Im Anschluss sollen daraus die vielversprechendsten Kandidaten mit hemmender Wirkung herausgefiltert und als orales Medikament für Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche und Diabetes entwickelt werden. Langfristig wollen die Forscher eine neue Medikamentenklasse der Renin-/Prorenin-Rezeptor-Blocker im Rahmen eines noch zu gründenden Unternehmens auf den Markt bringen.

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