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ACMS-Plattformtechnologie für die nachhaltige Behandlung von ALS-Patienten : Datum: , Thema: GO-BIO initial

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V. - Tina Grüning

Physiotherapeutin, die einem Patienten mit Amyotrophe Lateralsklerose hilft. © herraez/Adobe Stock

Zuwendungsempfänger: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.

Zuwendung: GO-Bio initial Sondierungsphase 5 (01.10.2024 bis 30.09.2025, 99.648,00 Euro)

Projektbeschreibung:

Bei der Erkrankung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) sterben die Fortsätze motorischer Nervenzellen (sogenannten Motoneuronen) ab. Die Folge ist eine fortschreitende Muskellähmung durch Ausfall dieser Motoneurone, die durchschnittlich drei bis fünf Jahre nach Diagnose zum Tod führt. Da die wenigen bisher zugelassenen Medikamente die Lebenserwartung um nur wenige Monate verlängern, werden dringend neue, bessere Therapieansätze benötigt.

Das Projektteam von ACMS4Patients konnte an kultivierten humanen Motoneuronen von ALS-Patienten und -Patientinnen zeigen, dass bestimmte Magnetfelder krankheitsbedingt inaktive Motoneuronen in hohem Maße stimulieren bzw. reaktivieren können. Hierbei wirkte der Rettungseffekt in den Motoneuronen nach der Magnetfeldbehandlung über eine Woche nach. Das kann einen Kipppunkt für die zukünftige ALS-Therapie darstellen.

ACMS4Patients will das Potenzial der Wechselfeld-Magnetstimulation (ACMS) als Plattformtechnologie heben, um das Leben von Menschen mit ALS möglichst retten oder zumindest deren Lebensqualität bei verlängerter Lebensdauer verbessern zu können. Ziel ist es, ein auf die Spezifika der Erkrankung angepasstes Therapiegerät zu entwickeln.

Im Rahmen dieses Vorhabens soll die Verwertungsidee konkretisiert werden. Zu diesem Zweck sollen Verwertungsoptionen analysiert, ein Produktkonzept für einen auf neuesten Erkenntnissen beruhenden Demonstrator entwickelt und ein Umsetzungsplan für die anschließende Machbarkeitsphase erarbeitet werden.