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Überwindung von Pharmakoresistenter Epilepsie : Datum: , Thema: GO-BIO initial

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität - Universitätsklinikum Bonn - Prof. Dr. Heinz Beck

Frau, die unter Schwindel leidet. © Tunatura/Adobe Stock

Zuwendungsempfänger: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität - Universitätsklinikum Bonn

Zuwendung: GO-Bio initial Sondierungsphase 5 (01.10.2024 bis 30.09.2025, 119.316,10 Euro)

Projektbeschreibung:

Weltweit sind mehr als 40 Mio. Menschen von Epilepsie betroffen. Bei ca. 30% dieser Patientinnen und Patienten gelingt es nicht, die Anfälle medikamentös zu kontrollieren. Dieser Prozentsatz ist trotz der rasanten Entwicklung und Zulassung zahlreicher neuer Antiepileptika in den letzten 10 Jahren unverändert geblieben. Gründe hierfür sind u. a. die Entwicklung von Resistenz gegen die verwendeten Medikamente (Pharmakoresistenz) und eine mangelnde Kenntnis ihrer spezifischen biologischen Ursachen. Dies erlaubte es bisher nicht, Wirkstoffe zu entwickeln, die diese Mechanismen überwinden und dauerhaft wirksam bleiben.

Die Antragstellenden haben in ihren Forschungsarbeiten nun einen zentralen zellbiologischen Mechanismus für Pharmakoresistenz entdeckt. Dieser Mechanismus bezieht sich auf Resistenz gegenüber Antiepileptika, die spannungsabhängige Natriumkanäle blockieren, die bei weitem größte Gruppe von Antiepileptika. Mithilfe dieser Erkenntnisse haben die Antragstellenden ein neuartiges Testsystem auf Zellkulturbasis entwickelt, um im Hochdurchsatzverfahren tausende von Wirkstoffkandidaten zu testen und systematisch Substanzen zu identifizieren, die diesen Resistenzmechanismus umgehen können.

Im Rahmen der Sondierungsphase sollen Verwertungsoptionen für dieses Testsystem und zukünftige damit identifizierte Wirkstoffkandidaten sondiert werden. U. a. sollen der Markt und die patent-rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert und ein detaillierter Plan für die weitere Entwicklung erstellt werden.