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Neuartige Therapeutika zur Bekämpfung der STI-Krise : Datum: , Thema: GO-BIO initial

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH - Dr. Katarina Cirnski

Wissenschaftler hält Röhrchen mit Blutprobe und Etikett STD Test. © New Africa/Adobe Stock

Zuwendungsempfänger: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH

Zuwendung: GO-Bio initial Sondierungsphase 5 (01.10.2024 bis 30.09.2025, 99.999,88 Euro)

Projektbeschreibung:

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) treten weltweit jährlich über 375 Mio. sexuell übertragbare Infektionen (sexually transmitted Infections, STI) auf, wie z. B. die durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae ausgelöste Infektionskrankheit Gonorrhö (Tripper). Gonorrhö stellt ein ernsthaftes Risiko für die öffentliche Gesundheit dar, da sie in direktem Zusammenhang mit einer erhöhten HIV-Übertragung, Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften und Fehlgeburten steht. Die derzeitige Behandlung von Gonorrhö umfasst in erster Linie die beiden Antibiotika Ceftriaxon und Azithromycin. Zunehmende Antibiotikaresistenzen schränken diese Behandlungsmöglichkeiten jedoch ein. Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HIPS) wird aufbauend auf mikrobiellen Naturstoffen die Forschung an drei neuen, vielversprechenden Wirkstoffklassen zur Behandlung von Gonorrhö vorangetrieben. Die zugrundeliegenden Naturstoffe aus seltenen mikrobiellen Quellen zeigen eine hohe Wirksamkeit gegen N. gonorrhoeae einschließlich bakteriellen Stämmen, die bereits gegen mehrere Antibiotika resistent sind. Das langfristige Ziel ist es, neue Antibiotika zu entwickeln, die sowohl unkomplizierte als auch resistente Gonorrhö wirksam behandeln können. Im Rahmen der Sondierungsphase sollen Patentanträge vorbereitet und eingereicht, Markt- und Handlungsfreiheitsanalysen durchgeführt und notwendige Partner und Experimente für die weitere Entwicklung identifiziert werden.