Selbstorganisierendes makrofluidisches Multi-Organ-System als Alternative zu Tierversuchen : Datum: , Thema: GO-BIO initial
Universitätsmedizin Greifswald - Dr. Pedro Pinto
Zuwendungsempfänger: Universitätsmedizin Greifswald
Zuwendung: GO-Bio initial Sondierungsphase 5 (01.10.2024 bis 30.09.2025,111.451,17 Euro)
Projektbeschreibung:
Das ORCA-Projekt strebt danach, die nächste Generation mikrophysiologischer Systeme (MPS) zu repräsentieren und somit einen wichtigen Beitrag zur tierversuchsfreien Forschung und Entwicklung zu leisten. MPS sind miniaturisierte In-vitro-Modelle, welche die Struktur und Funktion menschlicher Organe nachbilden und somit Experimente in einer kontrollierten künstlichen Umgebung außerhalb des lebenden Organismus (in-vitro) ermöglichen. Das Projekt setzt am aktuellen Stand der Technik komplexer In-vitro-Technologien an und plant, diesen mit einer biologiezentrierten Lösung zu erweitern. Die angestrebte Plattform ist darauf ausgelegt, mehrere funktionelle Aspekte menschlicher oder tierischer Organe und Gewebe zu integrieren, um die Komplexität der natürlichen Ganzkörperphysiologie widerzuspiegeln. Diese Eigenschaft grenzt das geplante System von der überwiegenden Mehrzahl bestehender Modelle ab, welche meist nur einen einzigen funktionellen Aspekt eines bestimmten Organs nachbilden. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Technologie ist jedoch ein sich selbst regulierendes System mit organisiertem Kreislauf, welches eine bedeutende Unabhängigkeit in der Durchführung der Experimente schafft. ORCA stellt ein vielseitiges Werkzeug für Arzneimittelentwicklungen und -tests sowie Krankheitsmodellierung und Präzisionsmedizin dar. Im Rahmen der Sondierungsphase sollen technische Voruntersuchungen zur Entwicklung des Prototyps durchgeführt, Verwertungsoptionen, Markteintrittsstrategie und potenzielle Geschäftsmodelle geprüft sowie die Markt- und Schutzrechtsanalyse unter Inanspruchnahme professioneller externer Beratung weiter ausgearbeitet werden.