Menschliche Sehzellen für die Erforschung und Therapie von Netzhauterkrankungen : Datum: , Thema: GO-BIO initial
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität - Universitätsklinikum Bonn - Prof. Dr. Volker Busskamp
Zuwendungsempfänger: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität - Universitätsklinikum Bonn
Zuwendung: GO-Bio initial Sondierungsphase 5 (01.10.2024 bis 30.09.2025, 119.496,14 Euro)
Projektbeschreibung:
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Erkrankungen der Netzhaut und kann zur Erblindung führen. Jede vierte Person über 60 Jahre ist betroffen. Bei dieser Krankheit degenerieren die Photorezeptorzellen (PR), die essenziell für die Gesichtserkennung und das Farbsehen sind, sogenannte Zapfen-PR. Ihr Verlust führt zu starken Einschränkungen. Für die Forschung sind diese Sehzellen schwer zugänglich, denn zur Zeit gibt es kein Testmodell, um geeignete Therapien gegen AMD zu erforschen. Daher gibt es bis heute keine Heilung für diese Krankheit. Lediglich Therapien, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen, sind verfügbar.
Das Projektteam ReRetina hat ein neuartiges, bisher unbekanntes Verfahren entwickelt, mit dem menschliche Zapfen-PR in großen Mengen und in kurzer Zeit hergestellt werden können. Dies stellt eine beachtliche Verbesserung gegenüber bisherigen Verfahren dar, die Monate dauern und häufig Mischungen verschiedener Zelltypen ergeben, statt reiner PR. Die bereits patentierte Technologie bildet die Basis für viele mögliche Anwendungen, wie z. B. Wirkstoffscreenings oder Therapieansätze, bei denen geschädigte PR durch Transplantation ersetzt werden.
Das Ziel in der Sondierungsphase ist es, herauszufinden, welche Anwendung die beste wirtschaftliche Verwertungsoption darstellt, um auf lange Sicht die Heilung der AMD möglich zu machen.