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Eierschale - universeller Lösungsvermittler : Datum: , Thema: GO-BIO initial

Philipps-Universität Marburg - Prof. Dr. Cornelia Keck

Eierschalen sind ein nachwachsender Rohstoff. Sie sind vollständig biologisch abbaubar und weltweit in großer Menge leicht und kostengünstig verfügbar. © Adobe Stock / M.Jenkins

Zuwendungsempfänger: Philipps-Universität Marburg

Zuwendung: GO-Bio initial Sondierungsphase 4 (01.10.2023 bis 30.09.2024, 118.824,00 Euro)

Projektbeschreibung:

Viele Wirkstoffe lassen sich nur unzureichend auflösen, sind aber nur in gelöster Form im Körper wirksam. Daher ist der Bedarf an Technologien, welche die Löslichkeit von Wirkstoffen verbessern können, sehr hoch. Es konnte kürzlich gezeigt werden, dass in die Poren von Eierschalen schwer wasserlösliche Wirkstoffe eingelagert werden können, wodurch deren Löslichkeit und Bioverfügbarkeit um ein Vielfaches erhöht wird. Eierschalen sind ein nachwachsender Rohstoff mit derzeit sehr geringer Nachfrage. Sie sind vollständig biologisch abbaubar und weltweit in großer Menge leicht und kostengünstig verfügbar. Eierschalen können daher als neuer, universeller, kostengünstiger und nachhaltiger Hilfsstoff zur Löslichkeitserhöhung schwerlöslicher Substanzen für die Herstellung hocheffektiver Arzneimittel oder anderer Nicht-Pharmaprodukte eingesetzt werden. Ziel der Sondierungsphase ist es, konkrete Markteinführungskonzepte für die Eierschalentechnologie für die Pharmazie und die Nicht-Pharmabranchen (Lebensmitteltechnologie und Kosmetik) zu definieren, industrielle Partner für die Verwertung zu finden und an Pilotchargen die Universalität, Machbarkeit und Überlegenheit der Technologie gegenüber bestehenden Marktprodukten für verschiedene marktrelevante schwerlösliche Wirkstoffe zu demonstrieren.