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19.02.2018
Zusatzmodul Technologietransfer

Innovationsmanager als Übersetzer

Zusatzmodul zur Stärkung des Technologietransfers
Dr. Frank Pankotsch
Technische Universität Dresden

Copyright: 
Pixabay

Zuwendungsempfänger: Technische Universität Dresden
Förderung: 01.03.2013 bis 30.04.2016; 477.031 Euro

Projektbeschreibung

Das Projekt "EliSTA - Erweiterte Maßnahmen zur Translation innerhalb der Lebenswissenschaften" wurde vom Start-up-Service „dresden|exists“ an der TU Dresden umgesetzt und war auf die Verbesserung der Prozesse des Wissens- und Technologietransfers im Bereich der Lebenswissenschaften ausgerichtet.

Kern war die Einführung der „Innovationsmanager" als zentrale Prozesssteuerer. Diese sind für ein Transfervorhaben jeweils der zentrale Ansprechpartner für Wissenschaftler und Unternehmen. Sie steuern alle auf dem Weg vom Screening des Transferpotenzials bis zur finalen Umsetzung (oder Abbruch) des Transfervorhabens liegenden Aufgaben. Dazu entscheiden sie auch über die Einbindung weiterer hochschulinterner und -externer Experten und integrieren deren Ergebnisse in den Prozess. Wo nötig fungieren sie dabei auch als „Übersetzer“ zwischen den Wissenschaftlern und den Experten.

Dieses Modell wurde im Vorhaben entwickelt und schrittweise anhand konkreter Transfervorhaben prototypisch „in Betrieb“ genommen. Ergebnisse waren die Identifizierung einer mittleren zweistelligen Zahl an transferrelevanten Forschungsergebnissen sowie vielfältige Prozessfortschritte in einzelnen Transfervorhaben, z.B. die Vorbereitung mehrerer Projekte für eine Weiterfinanzierung durch verschiedene Förderprogramme des Bundes (EXIST-Programm, Life Science Inkubator) oder im Rahmen von Kooperationsvorhaben mit Unternehmen, z.B. im Bereich Krebsstammzellen und Tumorvakzine oder Drug Discovery.

Das Modell Innovationsmanager hat sich als absoluter Mehrwert für alle Beteiligten erwiesen, da sich diese jeweils auf ihre Stärken konzentrieren können und der Fortschritt eines Transfervorhabens aus einer Hand gezielt gesteuert wurde. Dies hat  vielfach zu einer Beschleunigung des Transfers geführt. Bewährt hat sich zudem die personelle Doppellösung durch Personen mit Life Science-Erfahrung sowie kaufmännischen Qualifikationen – jeweils mit entsprechender Industrieerfahrung.

Eine große Hürde für die nachhaltige Fortführung des Modells und Ausweitung auf andere Bereiche stellte die unzureichende Mittelausstattung im Bereich Technologietransfer der Hochschule dar.

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