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Life Science Inkubator

Der Life Science Inkubator unterstützt gründungswillige Teams, die den Sprung vom Labor in die Wirtschaft wagen, in einer frühen Projektphase an zentralen Standorten in Bonn und Dresden.

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Life Science Inkubator GmbH

Die Hürden sind hoch, um aus Forschungsergebnissen mit vielversprechendem Anwendungspotenzial ein Unternehmen in den Lebenswissenschaften zu gründen. Insbesondere die langen Entwicklungszyklen und die hohen Forschungskosten sowie fehlende Kenntnisse in Betriebs- und Unternehmensführung bergen vielfach ein hohes Risiko für die Beteiligten. Ähnlich wie GO-Bio setzt hier auch der Life Science Inkubator (LSI) an. Der LSI fördert die anwendungsorientierte Entwicklung von Produkten und Technologien in den Lebenswissenschaften. Auf diese Weise konnten inzwischen mehrere Ausgründungen erfolgreich auf den Weg gebracht werden.

Beste Bedingungen an zentralem Standort

Der LSI unterstützt gründungswillige Forschende, damit sie nicht an der ökonomischen Realität scheitern, bevor ihre zukunftsweisenden Entwicklungen und Anwendungen abgeschlossen sind. In Bonn und Dresden finden sie ein modernes und gut ausgestattetes Forschungsinstitut vor, um ihre Ideen mit Blick auf die kommerzielle Verwertung weiter auszuarbeiten. Zusätzlich werden sie für ihre zukünftige unternehmerische Tätigkeit geschult. Die Projekt- und Personalkosten sind in dieser Zeit hundertprozentig gedeckt und LSI-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um eine nachhaltige Anschlussfinanzierung. Darüber hinaus wird am LSI eine tragfähige Strategie zum Schutz des geistigen Eigentums, eine sogenannte IP-Strategie, entwickelt.

Der LSI als Public-Private-Partnership

Der LSI ist 2008 zunächst in Bonn als Public-Private-Partnership entstanden und arbeitet seit 2009 operativ. Zu den Partnern zählt nicht nur das BMBF, sondern unter anderem auch das Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Forschungszentrum caesar, die NRW.Bank und die Stadtsparkasse Bonn. Seit 2013 gibt es mit dem Life Science Inkubator Sachsen einen zweiten Standort für Gründungswillige in den Lebenswissenschaften in Dresden. Das BMBF fördert abwechselnd mit den beteiligten Landesministerien Projekte in der Vorgründungsphase, die zur Inkubation vom LSI aufgenommen wurden.

Bisherige vom BMBF geförderte LSI-Projekte

am LSI Bonn:

  • Entwicklung eines neuartigen Transfektionssystems zum zielgerichteten Transport von Wirkstoffen in Zellen basierend auf "Virus-like-Particles" ("VLP-Technologie")
  • Mesentech – Neuartige, regenerative Zelltherapie zur Behandlung von Patienten mit Netzhautdegenerationen auf der Basis von Stammzellen des Knochenmarks
  • Provios – Epigenetische Frühdiagnostik von Karzinomen, insbesondere des Prostata- und Blasenkarzinoms

am LSI Dresden:

  • ProDetekt – Entwicklung neuer, hochsensitiver ELISA und point-of-care-Immunoassays für den Forschungs- und Diagnostikmarkt
  • SmartNanotubes – Herstellung sortenreiner Single Wall Carbon Nanotubes für den Einsatz in der Biosensorik

Anpassung der LSI-Strategie

Um die Förderung zu optimieren, vorhandene Ressourcen stärker zu bündeln sowie den Technologietransfer zu verbessern, wurde die LSI-Strategie in den letzten Jahren auf unterschiedliche Weise weiterentwickelt.

Dezentralisierung

Inzwischen ist der LSI auch überregional tätig, denn nicht immer ist der Umzug eines Projekts zu den Standorten in Bonn und Dresden sinnvoll. Vor allem dann nicht, wenn teure Geräte am Heimatinstitut des Projektteams genutzt werden können und gleichzeitig solche Neuanschaffungen die Kapazitäten des LSI sprengen würden. Deshalb erprobt der LSI seit 2014 auch die sogenannte dezentrale Inkubation. Die LSI-Teams arbeiten dann nicht am zentralen Standort, doch Projektsteuerung und Unternehmensentwicklung bleiben weiterhin fester organisatorischer Bestandteil in den Projekten.

Gründen ohne Gründer

Darüber hinaus hat sich der LSI zum Ziel gesetzt, kommerziell vielversprechende Technologien aus deutschen Forschungseinrichtungen auch dann voranzutreiben, wenn die jeweiligen Erfinderinnen und Erfinder selbst nicht in die Wirtschaft gehen wollen. Seit 2014 besteht das Inkubationskonzept „Gründen ohne Gründer“ mit dem Ziel, brachliegende Technologien aus den Lebenswissenschaften weiter zu nutzen und zur Anwendung zu bringen. Gemäß den jeweiligen Erfordernissen wird das Projektteam dann erst neu gebildet.

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