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17.12.2018
Life Science Inkubator

Mobiler Detektor für epileptische Anfälle

Life Science Inkubator
Kevin Klett
Universitätsklinikum Tübingen, LSI Bonn

Epilepsie
Copyright: 
Feraru Nicolae - Fotolia / ©SL

Zuwendungsempfänger: Life Science Inkubator Betriebs GmbH & Co. KG
Förderung: 01.10.2018 bis 30.09.2021, 1.859.856,00 €

Projektbeschreibung

Über 50 Millionen Menschen leiden weltweit unter Epilepsie. Damit gehört die Krankheit weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie kann in generalisierten oder fokalen epileptischen Anfällen auftreten. Bei generalisierten Anfällen ist das gesamte Großhirn betroffen, sie gehen häufig mit Versteifung und rhythmisch zuckenden Bewegungen einher. Fokale epileptische Anfälle beschränken sich auf einen bestimmten Bereich im Hirn und sind für Außenstehende schwieriger zu erkennen. Egal welche Form der Krankheit ausgeprägt ist, eine präzise Diagnose ist für den Therapieerfolg unabdingbar. Hier setzt das Tübinger Ausgründungsprojekt monikit an.

Das Ziel von monikit ist es, ein System zu entwickeln, das epileptische Anfälle erkennt und aufzeichnet. Mit der neuen Technologie sollen im Notfall Angehörige alarmiert werden. Die Aufzeichnungen sollen außerdem genutzt werden, um die Medikation der Patienten individuell einzustellen und so einen schnelleren Therapieerfolg zu ermöglichen. Dafür haben die Forscher von monikit ein mobiles Sensorsystem mitsamt Algorithmus entwickelt. Die Idee kommt auch bei Investoren gut an: Der Life Science Inkubator (LSI) Bonn unterstützt das Tübinger Ausgründungsprojekt monikit mit einer dreijährigen Projektfinanzierung über 1,86 Millionen Euro aus Mitteln des BMBF. Das Geld soll in die weitere Technologie- und Produktentwicklung fließen. Außerdem erhält das Team von monokit Zugang zu erfahrenen Experten im Bereich Life Sciences und Medizintechnik.

Die Idee zu monikit hatten die beiden Gründer Florian Lutz und Kevin Klett während ihres Masterstudiums. Seit 2016 forscht die gleichnamige Projektgruppe monikit gemeinsam mit den Ärzten und Epileptologen wie Dr. Dr. Henner Koch und Prof. Dr. Yvonne Weber am Universitätsklinikum Tübingen. Am Anfang suchten die Experten nach besonderen Merkmalen von Gesundheitswerten, die durch epileptische Anfälle verändert werden. Dann starteten sie mit der Entwicklung des Detektors. Vor der LSI-Finanzierung erhielt monikit ein EXIST Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und wurde im Rahmen des Programms „Junge Innovatoren“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst aus Baden-Württemberg gefördert.

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