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12.09.2017

Amcure: Mit BMBF-Förderung gegen Krebs

Das Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 1,75 Mio. Euro für die Weiterentwicklung eines Krebsmedikaments.

Krebszelle
Amcure erhält erneut eine BMBF-Förderung zur Weiterentwicklung eines Krebsmedikaments.
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Juan Gärtner/Fotolia

Die Amcure GmbH entwickelt Peptid-basierte Wirkstoffe zu Behandlung von fortgeschrittenen oder metastasierenden Tumoren. Der am weitesten entwickelte Wirkstoffkandidat AMC303 befindet sich bereits in der klinischen Testphase. Seit Ende 2016 werden Patientinnen und Patienten für eine Phase I/IIb –Studie rekrutiert. Im August hat das Unternehmen für die nächsten notwendigen Schritte weitere 1,75 Mio. Euro vom BMBF erhalten. „Diese Fördersumme bestätigt das Potenzial unseres Wirkstoffkandidaten AMC303 als vielversprechendes Therapeutikum gegen Krebs“, sagt amcure-Geschäftsführer Klaus Dembowsky. Mit dem Geld können die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Krebsmittels finanziert werden.

Mit AMC303 gegen epitheliale Tumoren

Die bisherigen in-vitro- und in-vivo-Assays zeigen einen starken Effekt von AMC303 durch Hemmung des Co-Rezeptors CD44v6. Dieser wird für die Signalübertragung auf zellulärer Ebene benötigt und ist am Tumorwachstum, der Bildung neuer Blutgefäße und der Entwicklung von Metastasen beteiligt ist. Bei der derzeit laufenden klinischen Studie werden Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasierendem Krebs epithelialen Ursprungs behandelt, darunter Kopf-Hals-Karzinome, Bauchspeicheldrüsen-, Darm-, Brust- und Lungenkrebs. Im September konnte amcure am internationalen Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) sein Studiendesign zur Monotherapie von Krebspatienten in Madrid vorstellen.

Frühphasenfinanzierung durch Spinnovator

Amcure entstand 2012 als Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technolgie (KIT). Im Rahmen des Spinnovator-Programms wurde es von Beginn an durch Fördergelder des BMBF und von Venture-Capital-Firmen getragen. Insgesamt hat das Spinn-off nun 4,2 Mio. Euro vom BMBF erhalten. Dazu kommen rund 6 Mio. von einem Konsortium, das von der LBBW Venture Capital mit Beteiligung der KfW geführt wird, und zu dem ebenfalls die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg, die S-Kap Beteiligungen Pforzheim, das KIT und private Investoren gehören.

Geschäftsführer Dembowsky ist überzeugt, dass amcure ist mit der neuen Finanzierung durch das BMBF und des zusätzlich eingeworbenen Kapitals zuversichtlich in die nächste Runde gehen kann. „Wir sind für die klinische Entwicklung mit dem CD44v6-Inhibitor gut aufgestellt und werden uns weiter auf das Tumorwachstum und die Metastasierung konzentrieren“, so Dembowsky.

bp

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