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05.09.2019

Bill Gates investiert in Mainz

An prominenten Investoren mangelt es der Mainzer Biotech-Firma BioNTech SE nicht. Nun ist ein weiterer hinzugekommen ­– die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung investiert 55 Mio. US-Dollar.  Und die Summe kann noch auf 100 Mio. US-Dollar steigen.

Bill und Melinda Gates
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Kjetil Ree | Wikimedia Commons

Die Partnerschaft mit der Gates-Stiftung ermögliche es, die Infrastruktur im Bereich der Infektionskrankheiten weiter auszubauen und neue Programme zu initiieren, heißt es bei BioNTech. Verwendet werden sollen die Mittel für die Entwicklung präklinischer Impfstoff- und Immuntherapiekandidaten für HIV- und Tuberkulose-Infektionen, die präventiv eingesetzt werden können. Im Falle von HIV soll eine dauerhafte Remission ohne antiretrovirale Therapie ermöglicht werden.

„Trotz bemerkenswerter Fortschritte in der globalen Gesundheit seit 1990 sind die derzeitigen Ansätze zur Prävention und Behandlung von Tuberkuloseder weltweit häufigsten Todesursache durch Infektionskrankheiten und HIV-Infektionen nach wie vor unzureichend“, sagte Lynda Stuart, Deputy Director, Vaccines and Human Immunobiology, Discovery and Translational Sciences der Gates-Stiftung. „BioNTechs innovativer mRNA-basierter Ansatz und das tiefgreifende Verständnis des Immunsystems bieten spannende Möglichkeiten, effektive neue immunbasierte Therapien zu entwickeln, um die globale Inzidenz von HIV und Tuberkulose drastisch zu reduzieren. Wir sind davon überzeugt, dass diese Partnerschaft unser Portfolio an innovativen Ansätzen erweitern und einen wesentlichen Beitrag leisten kann.“

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Gates Stiftung und den Zugang zum hervorragenden Netzwerk an Infektionsspezialisten, das die Stiftung aufgebaut hat“, sagt Ugur Sahin, CEO von BioNTech. „Die Bekämpfung schwerer Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und HIV-Infektionen steht im Einklang mit unserer Mission, das Potential unserer Immuntherapieansätze nicht nur bei Krebs, sondern auch darüber hinaus in weiteren Krankheitsbereichen mit hohem medizinischen Bedarf einzusetzen.“

Nach eigenen Angaben wird BioNTech die Rechte für die Vermarktung der Impfstoff- und Immuntherapiekandidaten in Industrieländern behalten, die Impfstoffe aber kostengünstig für Hochrisikopopulationen in stark betroffenen Ländern zur Verfügung stellen.

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