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16.11.2019

Innovationspreis für Testverfahren von Signatope

Das Biotech-Unternehmen SIGNATOPE erhält den mit 10.000 Euro dotierten Dr.-Rudolf-Eberle-Preis 2020 für ein Testverfahren, mit dem Medikamente auf Nebenwirkungen untersucht werden können.

Biomarker Testverfahren
Selbst geringste Mengen aus Blut- oder Urinproben reichen zur Identifizierung der Biomarker.
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Vasiliy Koval - fotolia / ©SL

Den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg erhält SIGNATOPE, eine Ausgründung aus dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts an der Universität Tübingen (NMI) für die Entwicklung eines neuen Biomarker-Testverfahrens.

Mit dem neuen Verfahren können Biomarker nicht nur nachgewiesen, sondern auch quantifiziert werden. Das erlaubt Aussagen über das Ausmaß der zu erwartenden Nebenwirkungen. Außerdem funktioniert das Verfahren nicht nur beim Menschen, sondern Spezies-übergreifend auch bei Tieren. Das liegt an den speziellen Antikörpern, die SIGNATOPE entwickelt hat. Sie erkennen zuverlässig einen sehr kleinen Bereich der Biomarker, der in allen untersuchten Spezies gleich ist. Das neuartige Analyseverfahren reduziert die Entwicklungszeiten und -kosten für Biomarker-Testsysteme signifikant und minimiert die Anzahl der hierfür erforderlichen Tierversuche.

Um die Biomarker-Testentwicklung und -Messung zu erleichtern und zu beschleunigen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des NMI ein antikörperbasiertes Verfahren mit Methoden der Massenspektrometrie verknüpft. Der innovative Schritt für dieses Analyseverfahren liegt in der gezielten Anreicherung der Biomarkermoleküle. Die Idee dazu entstand bereits 2005 im Rahmen der Doktorarbeit von Oliver Poetz, einem der späteren Gründer von SIGNATOPE. 

SIGNATOPE wird seit 2013 durch die GO-Bio-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Millionenförderung unterstützt (mehr dazu).

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