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27.02.2018
Innovationsakademie Biotechnologie

Sepsis schnell erkennen und richtig behandeln

Innovationsakademie Biotechnologie
Prof. Dr. Ralf Mrowka
Universitätsklinikum Jena - Klinik für Innere Medizin III - Funktionsbereich Nephrologie

Copyright: 
Pixabay

Zuwendungsempfänger: Universitätsklinikum Jena - Klinik für Innere Medizin III - Funktionsbereich Nephrologie
Förderung Sondierungsphase: 01.07.2013 bis 31.07.2014; 49.317 Euro

Projektbeschreibung

Etwa 226 Menschen pro 100.000 Einwohner und Jahr erkranken an Sepsis. Insgesamt liegt die Krankenhaussterblichkeit der schweren Sepsis in Deutschland bei 54%; auf Intensivstationen ist die Sepsis sogar Haupttodesursache. Die intensivmedizinischen Behandlungskosten der Sepsis liegen in Deutschland bei 1,77 Milliarden Euro pro Jahr, die Folgekosten betragen insgesamt 4,52 Milliarden Euro.

Die hohe Sterblichkeit sowie die hohen Kosten werden durch die geringe Sensitivität und Spezifität bisheriger Sepsis-Diagnosen verursacht. Deshalb wird weltweit an einem geeigneten diagnostischen Testverfahren zur Sepsis gearbeitet .

Der im vorliegenden Projekt zu entwickelnde Assay ist ein Zell-basiertes in-vitro Testsystem für die Diagnostik Sepsis- assoziierter Marker aus Körperflüssigkeiten wie Blut. Für die Diagnostik wird Patientenblut entnommen und anschließend vor Ort oder im Labor in eine Zellsuspension eingebracht.

Die Realisierung des Assays wurde in vier Arbeitspaketen untersucht: Arbeitspaket 1 beinhaltete die Vorbereitung der „freedom to operate“ Analyse. Im Arbeitspaket 2 wurden Marktumfeldanalysen und Marktchancenanalysen durchgeführt und abschließend bewertet.

Im Arbeitspaket 3 wurden regulatorische Aspekte bearbeitet, beispielsweise Recherchen zu gesetzlichen Rahmenbedingungen einer Zulassung. Arbeitspaket 4 umfasste Analysen zur technischen Realisierbarkeit, Erfordernissen nach dem Gentechnikgesetz sowie die Bewertung der Ergebnisse.

Diese haben gezeigt, dass für das Inverkehrbringen des Diagnose-Essays eine Firmenausgründung sowie ein externer Partner zur Bereitstellung von Expertise und Finanzen notwendig ist.

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