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03.04.2019
Life Science Inkubator

Zelltherapie für das Augenlicht

Life Science Inkubator
Dr. Dierk Wittig
Mesentech, LSI Bonn

Stammzellen
Copyright: 
pixabay

Zuwendungsempfänger: Life Science Inkubator Bonn GmbH & Co. KG
Förderung: 01.09.2011 bis 30.09.2014, 1.716.895 Euro

Projektbeschreibung

Wissenschaftler des Bonner „Life Science Inkubators“ entwickeln eine neue Therapie für Augenerkrankungen auf der Grundlage adulter Stammzellen. Ziel ist die Behandlung von Netzhauterkrankungen, insbesondere der altersbedingten Makuladegeneration.
  
Die häufigste Ursache für Erblindungen im Alter sind degenerative Erkrankungen der Netzhaut, die die Sinneszellen des Auges nachhaltig schädigen. Besonders verbreitet sind die altersbedingte Makuladegeneration und die diabetische Retinopathie. Hierzulande sind rund 15 Prozent der Menschen zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr von altersbedingter Makuladegeneration betroffen, ab dem 75. Lebensjahr etwa ein Drittel der Bevölkerung. Gängige Therapien können den Krankheitsverlauf nur verzögern und lassen sich überdies erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung anwenden.
 
Die Wissenschaftler des Projekts „Mesentech“ arbeiten an einer neuen Möglichkeit zur Behandlung degenerativer Netzhauterkrankungen auf der Grundlage adulter Stammzellen. Ziel ist die Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration und diabetischer Retinopathie bereits in einer frühen Krankheitsphase. Diese Strategie beruht auf dem Einsatz „mesenchymaler“Stammzellen, die natürlicherweise auch im Knochenmark vorkommen. Die therapeutische Wirkung wird insbesondere über die Freisetzung spezifischer Wirkstoffe vermittelt.
 
Die Behandlung, so die Planung der Bonner Forscher, könnte sich auf eine einmalige Spritze beschränken, mit der immobilisierte Stammzellen ins Auge des Patienten verabreicht werden. Dadurch soll die Erkrankung aufgehalten und die Netzhaut zumindest teilweise wiederhergestellt werden. „Mesentech“ soll die grundsätzliche Machbarkeit dieses Forschungsansatzes belegen („Proof of Principle“) so wie die Voraussetzungen für Patientenstudien und eine Medikamentenentwicklung schaffen. Untersuchungen an Ratten zeigten bereits vielversprechende Ergebnisse.
 
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